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Geschichte der Evangelischen Kirche in Drensteinfurt

Die Evangelische Kirchengemeinde Drensteinfurt umfasst die Ortsteile Drensteinfurt, Rinkerode und Mersch und gehört zum Kirchenkreis Münster.

Drensteinfurt, Rinkerode und Mersch gehörten bis 1954 zur großen Bau der Martinskirche Mai 1978evangelischen Kirchengemeinde Münster, dann zur neu entstanden Kirchengemeinde Hiltrup. Erst 1958 wurde die Evangelische Kirchengemeinde Drensteinfurt mit den Gemeindeteilen Rinkerode und Mersch durch die Abpfarrung von Hiltrup selbständig.

Inzwischen gibt es wieder eine engere Kooperation mit der Kirchengemeinde Hiltrup, in der die Pfarrerin aktuell 20% ihres Dienstes versieht. Die Kirchengemeinden Hiltrup und Drensteinfurt bilden den sogenannten Synodalbereich 10 innerhalb des Kirchenkreises Münster und gehören beide zur Synodalregion Süd/Lüdinghausen.

Die Kirchengemeinde Drensteinfurt hat mit Rinkerode und Mersch etwa 2200 Gemeindemitglieder.

Die evangelische Martinskirche

Im Ortsteil Drensteinfurt liegt zwischen der katholischen Pfarrkirche St. Regina und dem Bahnhof – gegenüber der Stadtverwaltung – die evangelische Martinskirche.

Seit 1957 gehört sie zum Bild der Stadt Drensteinfurt. Evangelische Gottesdienste fanden vor dem Bau der Martinskirche zunächst im Bahnhofssaal und seit 1935 in der damaligen Schule am Südwall statt, die später zum Jugendtreff der Stadt umgebaut wurde. Durch größeren Zustrom evangelischer Christen aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und anderen osteuropäischen Gebieten nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die evangelische Kirchengemeinde stetig an. Konnten vor dem Zweiten Weltkrieg ca. 50 Evangelische registriert werden, so zählte man 1948 mehr als 1000 Protestanten.

Durch das starke Wachstum der Gemeinde, wurde die Schule am Südwall zu klein und die Gottesdienste fanden seit 1948 in der Notkirche statt, einer Baracke, die von der Bundesbahn zur Verfügung gestellt und zur Behelfskirche umfunktioniert wurde. Da der Platz auch in der Notkirche nicht ausreichte, wurde 1956 nach langen Planungsarbeiten, mit dem Bau der Martinskirche begonnen. Durch viele Helfertätigkeiten der Gemeindeglieder konnten die Bauarbeiten zügig vorangehen und der Bau der Kirche abgeschlossen werden. Am 30. Juni 1957 fand die Einweihung statt. Mit der Wahl des Namens „Martinskirche“ bekennt sich die Gemeinde zu den Grundsätzen Martin von Tours, dessen Leben von Friedensliebe, Völkerverständigung und sozialem Engagement geprägt war.

Martinskirche ohne Bebauung drum herumBesondere Akzente erhielt die Martinskirche in den sechziger Jahren: Neue, bleiverglaste Fenster, ein roter Teppich, Paramente in den liturgischen Farben, Orgel und eine Läutemaschine für die drei Glocken konnten durch große Spendenbereitschaft der Gemeinde angeschafft werden. In diese Zeit fiel auch der Bau des Pfarrhauses nordöstlich der Kirche. Das bisherige Pfarrhaus im Westen der Kirche wurde zum Küsterhaus umfunktioniert. Bei allen äußerlichen Veränderungen konnte die Gemeinde in Tradition und Lebendigkeit wachsen. In den nun folgenden Jahren entwickelte sich ein reges Gemeindeleben, sodass mehr Platz benötigt wurde. So entstand 1992 ein Gemeindehaus, das direkt an die Kirche angebaut ist und nun den Platz des ehemaligen Küsterhauses einnimmt. Gottesdienstliche Veranstaltungen und die Aktivitäten des Gemeindelebens können seitdem auch zur selben Zeit stattfinden.

In 2010 konnte die Kirchengemeinde das Gelände weiter entwickeln und die Freifläche  östlich der Kirche zur Stabilisierung ihrer Einnahmesituation vererbpachten.

Die ehem. Friedenskirche in Rinkerode

Bis 1945 gab es in Rinkerode kaum evangelische Christen. Einen eigenen Gottesdienst gab es nicht, man ging ab 1932 entweder nach Hiltrup oder fuhr wie früher auch nach Münster zur Erlöserkirche. So fand auch der Konfirmandenunterricht entweder in Hiltrup oder in Münster statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Gemeinde, evangelische Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Osten Deutschlands, aus Polen und der DDR fanden in Westfalen eine neue Heimat. Dies führte 1946 zum ersten sonntäglichen Gottesdienst in Rinkerode. Er fand in der viel zu kleinen Nähstube des Agnesstiftes statt.

Grundsteinlegung 5. Juli 2957Später konnte man im heutigen Jugendheim Gottesdienst feiern – einem Raum, den man sich mit Rinkeroder Jugend und politischer Gemeinde teilen musste. Schließlich gelang der Kirchengemeinde Drensteinfurt ein Grundstück in Rinkerode zu erwerben. So wurde der Bau der Kirche vorangetrieben, bis am 27. Oktober 1968 das Gemeindezentrum Friedenskirche eingeweiht wurde. In den 70er-Jahren konnte das Gelände durch Zukauf noch vergrößert werden.

Viele katholische und evangelische Christen setzten sich in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts für die Errichtung eines Glockenturms ein. Die erste Glocke wurde am 26. Juni 1987 gegossen und am Reformationstag zur Friedenskirche geleitet. Am 24. September 1989 fand die Grundsteinlegung für den Turm statt.

Ein Großteil des Grundstücks blieb unbebaut und hielt weiter Raum für Gemeindebauten wie etwa einen Kindergarten vor, der allerdings in den 90er Jahren durch kommunale Entscheidungen an andere Stelle in Rinkerode realisiert wurde.

Inzwischen stagnieren die Gemeindegliederzahlen, die Kirchengemeinde Drensteinfurt beginnt zu schrumpfen und die Finanzmittel fehlen. 2014 musste sie sich von ihrer Kirche in Rinkerode trennen. Die Friedenskirche wurde in einem feierlichen Gottesdienst am 21.09.2014 entwidmet.

Ein Initiativkreis setzt sich für den Erhalt des Glockenturms ein.

 

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