<-- | Geschichte | Gottesdienste | VirtuellerRundgang | Bilder | Geschichte der Evangelischen Kirche in Drensteinfurt
Die Evangelische Kirchengemeinde Drensteinfurt umfasst die Ortsteile
Drensteinfurt, Rinkerode und Mersch und gehört zum Kirchenkreis Münster.
Drensteinfurt, Rinkerode und Mersch gehörten bis 1954 zur großen
Inzwischen gibt es wieder eine engere Kooperation mit der Kirchengemeinde
Hiltrup, in der die Pfarrerin aktuell 20% ihres Dienstes versieht. Die
Kirchengemeinden Hiltrup und Drensteinfurt bilden den sogenannten
Synodalbereich 10 innerhalb des Kirchenkreises Münster und gehören beide zur
Synodalregion Süd/Lüdinghausen.
Die Kirchengemeinde Drensteinfurt hat mit Rinkerode und Mersch etwa 2200
Gemeindemitglieder.
Die evangelische Martinskirche
Im Ortsteil Drensteinfurt liegt zwischen der katholischen Pfarrkirche St.
Regina und dem Bahnhof – gegenüber der Stadtverwaltung – die evangelische
Martinskirche.
Seit 1957 gehört sie zum Bild der Stadt Drensteinfurt. Evangelische
Gottesdienste fanden vor dem Bau der Martinskirche zunächst im Bahnhofssaal
und seit 1935 in der damaligen Schule am Südwall statt, die später zum
Jugendtreff der Stadt umgebaut wurde. Durch größeren Zustrom evangelischer
Christen aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und anderen osteuropäischen
Gebieten nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die evangelische Kirchengemeinde
stetig an. Konnten vor dem Zweiten Weltkrieg ca. 50 Evangelische registriert
werden, so zählte man 1948 mehr als 1000 Protestanten.
Durch das starke Wachstum der Gemeinde, wurde die Schule am Südwall zu klein
und die Gottesdienste fanden seit 1948 in der Notkirche statt, einer
Baracke, die von der Bundesbahn zur Verfügung gestellt und zur Behelfskirche
umfunktioniert wurde. Da der Platz auch in der Notkirche nicht ausreichte,
wurde 1956 nach langen Planungsarbeiten, mit dem Bau der Martinskirche
begonnen. Durch viele Helfertätigkeiten der Gemeindeglieder konnten die
Bauarbeiten zügig vorangehen und der Bau der Kirche abgeschlossen werden. Am
30. Juni 1957 fand die Einweihung statt. Mit der Wahl des Namens
„Martinskirche“ bekennt sich die Gemeinde zu den Grundsätzen Martin von
Tours, dessen Leben von Friedensliebe, Völkerverständigung und sozialem
Engagement geprägt war.
In 2010 konnte die Kirchengemeinde das Gelände weiter entwickeln und die
Freifläche östlich der Kirche
zur Stabilisierung ihrer Einnahmesituation vererbpachten. Die ehem. Friedenskirche in Rinkerode Bis 1945 gab es in Rinkerode kaum evangelische Christen. Einen eigenen
Gottesdienst gab es nicht, man ging ab 1932 entweder nach Hiltrup oder fuhr
wie früher auch nach Münster zur Erlöserkirche. So fand auch der
Konfirmandenunterricht entweder in Hiltrup oder in Münster statt. Nach dem
Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Gemeinde, evangelische Vertriebene und
Flüchtlinge aus dem Osten Deutschlands, aus Polen und der DDR fanden in
Westfalen eine neue Heimat. Dies führte 1946 zum ersten sonntäglichen
Gottesdienst in Rinkerode. Er fand in der viel zu kleinen Nähstube des
Agnesstiftes statt.
Viele katholische und evangelische Christen setzten sich in den 80er
Jahren des 20. Jahrhunderts für die Errichtung eines Glockenturms ein. Die
erste Glocke wurde am 26. Juni 1987 gegossen und am Reformationstag zur
Friedenskirche geleitet. Am 24. September 1989 fand die Grundsteinlegung für
den Turm statt. Ein Großteil des Grundstücks blieb unbebaut und hielt weiter Raum für
Gemeindebauten wie etwa einen Kindergarten vor, der allerdings in den 90er
Jahren durch kommunale Entscheidungen an andere Stelle in Rinkerode
realisiert wurde. Inzwischen stagnieren die Gemeindegliederzahlen, die Kirchengemeinde
Drensteinfurt beginnt zu schrumpfen und die Finanzmittel fehlen. 2014 musste
sie sich von ihrer Kirche in Rinkerode trennen. Die Friedenskirche wurde in
einem feierlichen Gottesdienst am 21.09.2014 entwidmet.
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