Gottesdienst zur Reformation am 31.Oktober 2011

Einladung an die katholische Schwestergemeinde zum ökumenischen Reformationsgottesdienst:

„Ein kalter Herbsttag in Wittenberg. Morgen ist Allerheiligen und in der Stadt wird wieder einiges los sein. Überall in der Stadt werden Reliquien angeboten. Der Kult darum wächst und gedeiht. Und die Kirche hat nun auch die Möglichkeit eröffnet, für die bereits Verstorbenen etwas zu tun. Man kann Ablass für sie kaufen und damit ihre Zeit im Fegefeuer verkürzen. Höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. So macht sich in der Frühe ein Augustinermönch auf den Weg zur Schlosskirche, dort angekommen, holt er ein paar Nägel und einen Hammer aus seinem weiten Umhang hervor und schlägt an die Kirchentür 95 Thesen, in denen er diese Ablasspraxis anprangert!“

Die Geschichte ist fast frei erfunden. Korrekt daran ist allein, dass der Augustinermönch Martin Luther im Jahre 1517 zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung über den Ablass aufrufen wollte und dazu 95 lateinische Thesen verfasste, die sich gegen seine Absicht rasend schnell verbreiteten und schließlich damit das auslösten, was wir heute die Reformation nennen.
Der 31. Oktober wurde allerdings erst 1667 als Gedenktag der Reformation festgesetzt. Er wurde nie zum staatlich geschützten Feiertag und durch die Medien der letzten Jahre unterstützt, verbinden mittlerweile viele Menschen mit dem 31.Oktober eher „Halloween“ als die Reformation. Und trotzdem bleibt das Anliegen der Reformation aktuell. Es geht darum, dass es vor Gott nicht um permanente Leistung geht, wie es uns bis heute immer wieder eingeflüstert wird, sondern dass der Mensch vor Gott von der Last des Ich-muss-es-selber-machen-und-schaffen befreit ist. Es geht darum, dass das Evangelium Worte und Kraft hat, um aus Ängsten und Nöten zu befreien und neue Wege zu finden.
Wenn wir auch in unterschiedlichen Institutionen leben, so eint uns das als Christinnen und Christen beider Konfessionen und deshalb feiern wir diesen Gottesdienst nach gemeinsamer Absprache in diesem Jahr ganz bewusst in ökumenischer Verbundenheit!

Der Gottesdienst am 31.Oktober 2011 beginnt um 19.00 Uhr in der Martinskirche.
Wir freuen uns auf Sie!

Ihre
A. Heger, Pfarrerin

Allerheiligen ökumenisch – wie geht das?

Einladung zu den ökumenischen Allerheiligen Gottesdiensten der katholischen Schwestergemeinde:

Wenn es um Ökumene geht denken wir in der Regel an ökumenische Gottesdienste. Da kommen also Christen unterschiedlicher Konfessionen zusammen und beten und singen gemeinsam. Ökumene kann aber auch anders aussehen. Im Arbeitskreis Ökumene haben wir die Idee entwickelt, dass die Gemeinden einander in ihre jeweiligen Gottesdienste einladen. Pastorin Heger hat in der Kirchenzeitung die Einladung der evangelischen Gemeinde an die Katholiken zum Gottesdienst am Reformationstag wunderschön formuliert. Umgekehrt lade ich die evangelischen Christen herzlich zur Heiligen Messe an Allerheiligen ein! Wir haben genauer gesagt vier Messen: um 8:00 Uhr in der St.-Lambertus-Kirche in Walstedde, um 9:30 Uhr in der St.-Pankratius-Kirche in Rinkerode, um 10:00 Uhr in der St. Georg-Kapelle in Ameke und um 11:00 Uhr in der St.-Regina-Kirche in Drensteinfurt.

Allerheiligen ökumenisch – wie geht das? Die Heiligenverehrung ist doch geradezu etwas spezifisch Katholisches! Das ist in der Tat in der Tradition so grundgelegt, dabei muss es aber nicht bleiben. In früheren Zeiten überragten bei uns die Heiligen alles. Sogar Christus geriet manchmal gegenüber seiner heiligen Mutter Maria ins Hintertreffen. Damit hat spätestens das Zweite Vatikanische Konzil aufgeräumt. Es hat klargestellt, dass die Heiligen nicht notwendige Mittler zu Gott sind, ohne die man gar nicht an Gott heran kommen könnte, sondern Vorbilder im Glauben. Sie können uns auch durch ihr Gebet im Himmel helfen, als gute Christen zu leben. Mehr aber nicht. Sie müssen uns nicht eine Brücke zum Himmel bauen, die es sonst nicht gäbe. Christus ist die Brücke, er ist der einzige Mittler! Alle Heiligen sind „nur“ dazu da, ihn besser zu verstehen und an ihrem Leben abzulesen, wie christliches Leben geht.

Mit unserer gegenseitigen Einladung zu den Gottesdiensten am Reformationstag und an Allerheiligen wollen wir deutlich machen, dass diese beiden direkt aufeinander folgenden kirchlichen Feste, die früher vielleicht einmal bewusst als kirchentrennende Anlässe verstanden wurden, heute von uns als Chance genutzt werden, sich der jeweils anderen Gemeinde zu zeigen und mehr Verständnis füreinander zu fördern. Denn wenn auch viele denken, es gäbe doch eigentlich gar nicht so viele Unterschiede zwischen den Kirchen, so herrscht doch oft große Unkenntnis über die Geschwister im Glauben, die in einer anderen Kirche leben.

Wir hoffen, mit der gegenseitigen Einladung zu den konfessionellen Gottesdiensten einen weiteren Schritt aufeinander zu in der großen Ökumene Gottes zu machen. Deshalb würden ich und alle anderen Katholiken sich sehr über viele evangelische Schwestern und Brüder an Allerheiligen freuen! Herzliche Einladung!


Pastor Matthias Hembrock

Gottesdienste im November 2011

06.11.11 Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr
9:30 Uhr (F) Gottesdienst mit Abendmahl (Pfarrerin Heger)
11:00 Uhr (M) Gottesdienst und Kinderkirche (Pfarrerin Heger)
13.11.11 Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr
11:00 Uhr (M) Gottesdienst (Pfarrerin Heger)
16.11.11
16:00 Uhr Seniorenheim: Abendmahlsgottesdienst
20.11.11 Ewigkeitssonntag
9:30 Uhr (M) Gottesdienst mit Totengedenken (Pfarrerin
Heger) anschließend Gemeindeversammlung
zur Kirchenwahl 2012
11:00 (F) Uhr Gottesdienst mit Totengedenken (Pfarrerin
Heger) anschließend Gemeindeversammlung
zur Kirchenwahl 2012
27.11.11 1. Advent
11:00 Uhr (M) Familiengottesdienst mit Posaunenchor
(Pfarrerin Heger)

Konfi-Camp der Evangelischen Kirchengemeinde Drensteinfurt

Die evangelischen Kinder aus Drensteinfurt und Rinkerode, die im nächsten Mai zur Konfirmation gehen werden, sind in ihr Konfirmandenjahr gestartet. Gemeinsam mit anderen Kirchengemeinden aus der Region Lüdinghausen fand vom 16. Bis zum 18. September ein „Konfi-Camp“ auf den Steverwiesen in Senden statt. Das Camp stand unter dem Motto „Respekt“ und wurde von der Freien Pädagogischen Initiative Unna mit einem Zirkus-Projekt begleitet. Für die Gala-Vorstellung am Sonntagmittag wurde mit großer Begeisterung den ganzen Samstag lang geprobt, bevor die Kinder müde in ihre Zelte gingen. Eröffnet wurden die Vorstellung mit einen Gottesdienst im Zirkuszelt unter dem Motto:  „Wir sind Alle Königskinder“. Am 8. Oktober findet dann der erste Projekttag um 11.00 Uhr im Gemeindehaus an der Martinskirche statt.

Bild aus dem Gottesdienst mit allen Königskindern, den Pfarrerin Annette Heger mit Pfr. Dr. Oliver Kösters, Havixbeck und Pfr. Stephan Kreutz, Lüdinghausen gemeinsam gehalten hat.