Das Beratungs- und BildungsCentrum der Diakonie Münster installiert neues Angebot in Drensteinfurt

Jeweils montags von 9.30 bis 12.30 Uhr und dienstags von 16.00 bis 20.00 Uhr bietet das Beratungs- und BildungsCentrum der Diakonie Münster in einer Sprechstunde in der Evangelischen Kirchengemeinde in der Bahnhofstraße 12 in Drensteinfurt eine Regionale Flüchtlingsberatung an. Menschen, die aus Angst vor Verfolgung, Kriegen, Tod oder anderen Gründen ihre Heimat verlassen haben, suchen im Rahmen eines Asylverfahrens Schutz und Sicherheit in Deutschland. Nachdem die Flüchtlinge ihren Asylantrag gestellt haben, werden sie auf einzelne Städte verteilt – und so auch nach Drensteinfurt. Das Beratungs- und BildungsCentrum dient Flüchtlingen im Asylverfahren in enger Zusammenarbeit mit der Kommune Drensteinfurt und den örtlichen Flüchtlingsinitiativen mit seinem neuen Angebot der Regionalen Flüchtlingsberatung als Anlaufstelle. John Uzuh, Mitarbeiter im Beratungs- und BildungsCentrum steht zukünftig zwei Mal wöchentlich als Berater zur Verfügung. „Wir beraten schwerpunktmäßig in asylrechtlichen und sozialrechtlichen Fragen“ erläutert John Uzuh. „Wir versuchen, die Flüchtlinge in dieser schwierigen Zeit mit unserem Beratungsangebot vor Ort zu unterstützen und ihnen Perspektiven aufzuzeigen.“

 

 

John Uzuh berät seit dem 1. Juli 2017 Flüchtlinge im Asylverfahren in der Regionalen Flüchtlingsberatung in Drensteinfurt.

Im Rahmen der Bürgerversammlung sind etliche Fragen entstanden. Wir möchten Fakten und Antworten gern noch einmal für Sie zusammenstellen.

Presseerklärung zur Bürgerversammlung in Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung zum Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes der Grundstücke am Göttendorfer Weg und der Amselstraße der ev. Kirchengemeinde von Drensteinfurt und Rinkerode

 

Einige Sätze zur Ausgangslage:

Entwidmungen von Kirchen, das Aufgeben von sakralen Räumen sind die Folge der allgemein kirchlichen Entwicklung:

Langfristig, bis zum Jahre 2030, werden die Kirchensteuereinnahmen sich halbieren. Mittelfristig ist bereits die aktuelle Pro-Kopf-Geldzuweisung an die Ortsgemeinden so bemessen, dass pro 3000-3300 Gemeindeglieder 1 Pfarrerin/Pfarrer, 1 Kirche, 1 Gemeindehaus finanziert werden können. Z. Zt. müssen in Drensteinfurt/Rinkerode mit 2300 Gemeindeglieder eine 80-%-Pfarrstelle, 2 Kirchen und 2 Gemeindehäuser finanziert werden.

So sich keine „Drittmittel“ auftreiben lassen oder sich – wie z. B. In Ahlen/Vorhelm – eine Initiative findet, die bereit ist, den Unterhalt einer Kirche komplett selbst zu finanzieren, müssen und werden in der ganzen Landeskirche „überzählige“ Pfarrstellen abgebaut und „überzählige“ Kirchen geschlossen werden.

Aufgrund der obigen Zahlen ist folglich auch die Existenz der 2. Kirche, der Martinskirche in Drensteinfurt, gefährdet, da wir nicht über mindestens 3000 Gemeindeglieder verfügen, um kostendeckend allein aus den Zuweisungen aus dem Kirchensteuer-Topf den Unterhalt zu bestreiten. Weitere Einnahmen werden benötigt, um zumindest mittelfristig 1 Kirche zu erhalten. Deswegen sind unbedingt Einnahmen aus den der Kirchengemeinde gehörenden Gebäuden und Flächen zu erzielen.

Langfristig ist völlig offen, welche zusätzlichen Geldquellen benötigt werden oder ob der von Landeskirche prognostizierte „Rückzug der Kirche aus der Fläche“ auch Drensteinfurt trifft.

Aufgrund der vielen Fragen möchten wir hier noch einmal klare Antworten geben:

 

1. Es ist beschlossen, die Friedenskirche zu entwidmen, also als sakralen Raum aufzugeben, dazu der besondere Gottesdienst am 21.Sep. 2014.

 

2. Der nun angestoßene Prozess zur Änderung des B-Planes soll anschließend eine „normale“ Wohnbebauung des Geländes ermöglichen. Rinkerode wird nicht in dem Maße wachsen, dass dort jemals die vor 40 Jahren angedachten Einrichtungen für Jugend, Kinder und Gemeinde entstehen werden.

 

3. Das komplette Gelände wird danach an einen Investor, einem namhaften Bauunternehmer, vererbpachtet. Anschließend wird dieser Bauunternehmer das Gelände für die Bebauung herrichten, gerechnet wird mit einer Investitionssumme von ca. 100.000€ allein für diese Arbeiten. Dazu kommen die Planungs- und später die Baukosten. Die ev. Kirchengemeinde ist weder personell noch wirtschaftlich in der Lage, dies oder Teile davon ohne fremde Hilfe zu schaffen. Aus dem selben Grund vergeben Eigentümer übrigens die Vermittlung einer Immobilie in die Hände eines Maklers.

 

Die Erbbaurechte werden anschließend zu den gleichen Konditionen geteilt, so dass jeder einzelne Interessent im Ergebnis nach der Bauphase einen eigenen Erbbauvertrag mit der Ev. Kirchengemeinde eingeht.

 

4. In dieser oben genannten Summe enthalten ist der Abriss der Kirche und des Gemeindehauses. Alle Versuche einer Vermarktung oder diakonischen Nutzung dieser Gebäude waren nach mehrjährigen intensiven Bemühungen leider nicht erfolgreich.

Sollten sich nun Mitbürger finden, die den Glockenturm der Friedenskirche dauerhaft erhalten wollen, muss eine Fläche von etwa 100-150m² dafür parzelliert und vererbpachtet werden. Die Kaufsumme des Glockenturmes muss dann ausgehandelt und von der Landeskirche genehmigt werden.

 

5. Es haben sich in den letzten Wochen bereits mehrere Rinkeroder Familien auch aus der direkten Nachbarschaft gemeldet, die dort sehr gern bauen würden und wohnen wollen!

Und auch: Langfristig braucht es Menschen, die – über bezahlbare Pfarrstellen oder Gebäude hinaus – Gemeindeleben, Gemeinschaft erfahrbar machen durch eine Kultur des Sich-Kümmern, Für-einander-Daseins oder des Zusammen-Feierns, auch im ökumenischen Miteinander. Jede und jeder ist eingeladen nach seinen Fähigkeiten und Wünschen sich einzubringen in die Gemeindearbeit und dem Trend des Rückzugs entgegen zu wirken.

Einladung zur Gemeindeversammlung 23.01.2014

Wir laden ein zu einer weiteren Gemeindeversammlung nach den vorangegangenen aus dem letzten Jahr,
in denen wir die Gemeinde über die angespannte finanzielle Situation unterrichteten. Sie wird stattfinden am 23.01.2014 um 19.30 Uhr im Gemeindehaus an der Martinskirche.
Aus der Gemeindeversammlung wurden wir gebeten, die Haushaltsituation der Kirchengemeinde mit ihren Einnahmen und Ausgaben transparent zu machen. Dies wird nun erneut geschehen, dafür wird Frau Jutta Runden, Leiterin der Finanzabteilung des Kreiskirchenamts und stellvertretende Verwaltungsleiterin, Rede und Antwort stehen.
Außerdem wurde das Presbyterium gebeten, neu die Gespräche mit der Stadt und möglichen Investoren aufzunehmen, um das Land, auf dem die Friedenskirche in Rinkerode steht, entsprechend zu bebauen und Erträge zu erzielen, die die evangelische Kirchengemeinde in den kommenden Jahren absichern können.
Auch darüber möchten wir informieren.